Strategien zur Bekämpfung des studentischen Desinteresses an der deutschen Literatur: Ein Bericht über ein kleines online Experiment
Abstract
Lehrende von German Studies an nigerianischen Universities klagen immer wieder über das Desinteresse an der deutschen Literatur seitens der Studierenden, die ab dem zweiten Studiengang in die deutsche Literatur eingeführt werden. Begeisterung der Lehrenden trifft bei den Studierenden oft auf Unverständnis und bewirkt zudem negative Reaktionen. Welche sind die Gründe für diese Haltung gegenüber Literatur im Allgemeinen? Wie kann man Studierende dazu bringen, auβer stundenlang online soziale Plattforms auf Englisch zu nutzen auch mal einen deutschen Roman oder ein literarisches Stück online zulesen? Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen Erfahrungsbericht über einen online Literatur-Unterricht auf Zoom mit einigen Studierenden. Zunächst geht es im Literatuberblick um die Vorteile der Vermittlung von der Literatur als Fach (Literature-in-English), dem Desinteresse nigerianischer Sekundarschülerinnen- und Schüler an diesem Fach und deren niedriges Niveau im Fach. Ferner werden die Gründe für die bedauernswerte Situation sowie die vorgeschlagenen Lösungen für deren Bekämpfung von Seiten verschiedener ForscherInnen dargelegt. Anhand der soziokulturellen Theorie von Lew Wygotski über die Wechselwirkung zwischen der Entwicklung der Menschen und der Kultur, in der sie leben, wird die groβe Bedeutung der Literatur für das kognitive Verständnis der jeweiligen Kultur unterstrichen. Bei dem Experiment wurde aufgrund der angewandten Strategien von Seiten der Studierenden reges Interesse verzeichnet. Diese Strategien sowie Schwierigkeiten, auf die bei dem Versuch gestoßen wurde, werden im nächsten Schritt besprochen. Anschließend werden einige Vorschläge unterbreitet, mit denen die Auseinandersetzung mit der deutschen Literatur für Studierende zu einem schönen Erlebnis werden könnte.
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